„Sächsische Volkszeitung“ vom 23. Juli 1933

Kammer-Lichtspiele

Strich durch die Rechnung.

Rennbahn und Rennfahrermilieu füllen diesen Film. Alles steht unter der Vorbereitung des Rennens „Um das Goldene Rad von Deutschland“. Von den Jungens auf der Straße bis in die Redaktionsräume der Sportpresse und die Geschäftszimmer der Fahrradfirmen werden die Chancen der Räder und Fahrer für den bevorstehenden Rennkampf erörtert. Da lenkt ein Teilnehmer, ehemaliger Zeitungsfahrer (Heinz Rühmann) die besondere Aufmerksamkeit eines Presse-Journalisten, des Managers eines Konkurrenzfahrers wie auch der Tochter der Fahrrad Sternwerke auf sich. Sein Tageswerk verfolgen wir näher, das sich zwischen Training und Ruhe und so ein bißchen Liebe abspielt. Wir machen dabei die Bekanntschaft einer ehrgeizigen Mutter (Margarete Kupfer), die ganz auf die Zukunft ihres Willi schwört, lernen den trotz seines gemütlich aussehenden Äußeren geschäftstüchtigen und schlauen Manager Paradies (Otto Wallburg) kennen, der dem Training seines Fahrers durch „die Rolle“ nachzuhelfen bestrebt ist. Eine kleinbürgerliche Type ganz besonderer Art ist des Rennfahrers Willi Schwiegervater wider Willen (Jakob Tiedtke). Die netteste Bekanntschaft aber, die wir machen, ist Hanni (Tony van Eyck, die Geliebte des Rennfahrers), ein einfaches, nettes, aber gewinnendes Mädel, das in angenehmem Kontrast steht zu der blasierten, koketten Tochter der Sternfahrradwerke Gina (Flokina von Platen). Den Höhepunkt findet der Film in dem aufgeregten Rennen um das Goldene Rad, das nach wechselvollen Chancen der Spitzenfahrer in einen Sieg des jungen Rennfahrers Willi ausläuft.